5 Fragen der SWP-Presse an alle Kandidierenden - Antworten Lea Geldner
Wirtschaft: Rezession, Fachkräftemangel, Bürokratie: Wie wollen Sie den Wirtschaftsstandort stärken?
Wir stärken den Standort durch Innovation und Stärkung der Zukunftsbranchen: GreenTech, Kreislaufwirtschaft und erneuerbare Energien schaffen Wachstum und neue Märkte gerade für den Mittelstand. Handwerk, Forschung und Start-ups fördern wir gezielt. Die Entlastungsallianz arbeitet weiter an schnellen und schlanken Verfahren. Durch Weiterqualifizierung wirken wir dem Fachkräftemangel entgegen.
Klimaschutz: Welche konkreten Maßnahmen planen Sie, um den Ausbau erneuerbarer Energien weiter voranzutreiben?
Wesentlich ist, dass der Bund den erfolgreichen Ausbau der Erneuerbaren nicht abwürgt. Wir brauchen weiter Vorrang für Solar und Wind – für saubere, bezahlbare und unabhängige Energie. Wir setzen uns dafür ein, dass Solaranlagen an Lärmschutzwänden und als Hagelschutz im Obstbau zum Standard werden. Mit Agri- PV verbinden wir außerdem Landwirtschaft und erneuerbare Energie.
Bildung: Wie wollen Sie dem Lehrermangel entgegenwirken?
Wir schaffen neue Studienplätze im Lehramt und erleichtern den Quer- und Direkteinstieg in die Schulen. Das duale Lehramtsstudium ist eine Chance die Unterrichtsversorgung zu verbessern. Grundschullehrkräfte wollen wir in A13/E13 eingruppieren. Um die Schulen und Lehrkräfte zu entlasten, brauchen wir multiprofessionelle Teams, Schulsozialarbeit und administrative Unterstützung.
Wohnen: Welche Maßnahmen planen Sie, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen?
Wir setzen auf einen massiven Ausbau des sozialen und gemeinwohlorientierten Wohnungsbaus. Die Baukosten senken wir durch einfacheres, schnelleres und nachhaltiges Bauen, etwa durch Modulbauweise. Außerdem braucht es Vereinfachung von Bauvorschriften und schnellere Genehmigungsverfahren. Nachverdichtung und Nutzung von Baulücken hat für uns Vorrang vor Neubau.
Integration: Welche Vorschläge haben Sie, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken?
Wir stärken den gesellschaftlichen Zusammenhalt durch Quartiermanagement, um Begegnung und Teilhabe zu ermöglichen und so Vorurteile abzubauen. Ehrenamtliche unterstützen wir durch Vernetzung und hauptamtliche Koordination. Integration braucht verlässliche Strukturen: Sprachkurse, Zugang zu Arbeit und gesellschaftliche Teilhabe. Rassismus und Diskriminierung treten wir konsequent entgegen.